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Gentechnik an der Gesamtschule Heiligenhaus



 

Am Mittwoch, den 9. März 2016 fanden sich die Schüler des Biologie Grund- und Leistungskurses der Stufe 12 zu einem besonderen Tag in der Schule ein. Den ganzen Tag sollten (und wollten) wir an einem gentechnischen Experiment arbeiten. Die Theorie hatten wir im Unterricht schon ausführlich behandelt. Jetzt wollten wir das Gelernte auch praktisch anwenden.

Ziel war es, ein Gen, das resistent gegen das Antibiotikum Ampicillin ist, in Bakterien eines anderen Stammes einzupflanzen, um diese ampicillinresistent zu machen. Was sich vielleicht so einfach und schnell sagen lässt, ist jedoch mit viel Aufwand verbunden:

Zunächst musste die Bakterien-DNA so verändert werden, dass die Resistenzgene eingebaut werden konnten. Alleine dieser Schritt erforderte ein hohes Maß an Konzentration und genauen Arbeitens. Zur Überprüfung des Erfolges führten wir selbständig eine sogenannte Gelelektrophorese durch, die uns zeigte, dass wir nach diesem Teilabschnitt weiterarbeiten konnten.

Der Bio-Lk und interessierte Schüler des Grundkurses konnte nun weiterarbeiten, indem ein Fremdgen in die Bakterien-DNA eingebaut wurde. Die veränderte Bakterien-DNA musste nun durch „Transformation“ in die Bakterienzellen eingeschleust werden. Diese transformierten Zellen strichen wir auf verschiedene Nährböden auf - manche mit Ampicillin und andere ohne. Auf die Ergebnisse unserer Arbeit mussten wir allerdings noch warten, da die Bakterien bei 37 ° C im Trockenschrank bebrütet werden mussten. 2 Tage später konnten wir endlich unsere Ergebnisse betrachten:

Tatsächlich waren auf einigen der Petrischalen, die auch das Ampicillin enthielten, Bakterienkolonien gewachsen und sichtbar geworden. Es war uns also tatsächlich gelungen, eine DNA mit einem neuen Gen zu versehen und diese in Bakterien einzuschleusen, sodass diese resistent gegen Ampicillin wurden.

Übrigens: Niemand muss sich Sorgen machen, dass wir jetzt bösartige Bakterien geschaffen hätten. Diese Bakterienstämme sind so gezüchtet worden, dass sie zum einen ungefährlich und zum anderen außerhalb des Labors nicht lebensfähig sind.

Alles in allem kann ich sagen, dass dieser Tag super interessant war und ich diesen, wenn ich die Möglichkeit hätte, auf jeden Fall wiederholen würde.

text: Juliane Wink (Jahrgang 12)