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FairFuture

Am 20.5.2015 gab es an der Städtischen Gesamtschule Heiligenhaus eine Veranstaltung, geleitet von der Multivision, zum Thema ökologischer Fußabdruck.

Die Schüler wurden vom Dipl.- Pol. Björn Wiele als Moderator zwei Stunden begleitet.

Zunächst fragte er in die Runde wie viele Menschen ca. auf der Welt leben. Die Antwort? Es sind rund 7 Milliarden Menschen.

Nur 15% davon zählen zur „reichen“ Bevölkerung. Diese verbrauchen ¾ der Ressourcen auf der Welt. Dabei stehen uns gerade mal 12 Milliarden Hektar zur Verfügung. Und das noch nicht mal vollständig, da die Flora und Fauna ebenfalls Platz benötigen. Nun stehen jedem Menschen ungefähr 1,4 globale Hektar als Fläche zum Leben zur Verfügung. Dies entspricht einer Fläche von ca. 2 Fußballfeldern. Das reicht tatsächlich zum Leben. Doch in Deutschland nutzen wir selber im Durchschnitt eine Fläche von 6,4 globalen Hektar. Das sind knapp 6 Fußballfelder.

Das bedeutet, dass diese Fläche jemandem fehlt. Dieser Person fehlt die Grundlage zum Leben. Wenn alle so leben würden, wie wir in Deutschland, dann bräuchten wir 3 Erden, welche wir allerdings nicht haben. Deswegen sollten wir versuchen die Jahresreserven bis zum Ende des Jahres zu nutzen und nicht vorher aufzubrauchen. Der „Earth Overshoot Day“ bezeichnet den Tag, an welchem die Jahresreserven aufgebraucht werden. Idealerweise wäre es der 31.12. Letztes Jahr war es allerdings schon der 19.08.2014. Das ist zu früh. Deshalb müssen wir unseren Ressourcenverbrauch regulieren. Es gibt allerdings auch schon Projekte, die sich für die Umwelt einsetzen. Da gibt es z.B. eine Diskothek in Rotterdam (ORGANIC DISCO), die Strom beim Tanzen erzeugt. Diese Technik nennt man Sustainable Dancefloor. Dabei drückt sich der Boden unter den Tänzern beim Tanzen ca. 1cm in den Boden. Dabei entsteht Elektrizität. Pro Tänzer kommen so ca. 20 Watt zusammen. Ein anderes Beispiel zeigt unsere Bundeshauptstadt Berlin. Da gibt es den Prinzessinengarten. Das ist ein Restaurant mit eigenem Gemüseanbau in tragbaren Kästen. Es ist frisch, es ist regional und es ist lecker. Herr Björn Wiele erzählte, dass wir Ideen haben und kreativ sein müssen, um die Welt zu verändern. Die Ideen kamen auch abrupt! Aufklärung gegen Überbevölkerung sowie ein fairer Austausch der Handelsbeziehungen wurden genannt. Der faire Austausch der Handelsbeziehungen nennt man auch Fair Trade. Seit 1992, so Herr Wiele, sind rund 2,6 Milliarden Euro in Deutschland durch den Kauf von Fair Trade Produkten erwirtschaftet worden.

Der ökologische Fußabdruck bezeichnet die Fläche auf der Welt, die der Mensch braucht, um zu leben und seinen Lebensstil aufrecht zu erhalten. Der ökologische Fußabdruck setzt sich aus 18% Konsumgütern und sonstigen Konsum zusammen. 22% beziehen sich auf die Mobilität. Also Autos, Flugzeuge etc.Weitere 25 % entstehen durch Wohnen, Häuser bauen sowie die Beheizung und die Instandhaltung.  

Doch der größte Teil kommt durch die Ernährung zusammen. Rund 35% des ökologischen Fußabdruckes macht die Ernährung aus. Diese besteht zu 80% aus tierischen Produkten.

Von einem Kilo Fleisch kann man sich ca. 4 Tage ernähren. Von einem Kilo Brot ist dasselbe zu erwarten. Aus 21 Kg Getreide kann man ca. 30 Brote herstellen. Davon kann man rund vier Monate leben. Nimmt man nun die vier Tage Fleisch und die vier Monate Brot, so stellt man fest, dass beide den gleichen ökologischen Fußabdruck haben. Würde man nun 1/3 seines Fleischkonsumes reduzieren, so müsste dafür kein Regenwald abgeholzt werden.

Weniger Fleisch ist demnach eine sinnvolle Sache.

Doch: Was kann ich selber tun?

Erst mal aktiv werden. Klein anfangen. Schauen, wie man helfen und Ressourcen einsparen kann.

Den Schülern hat diese Veranstaltung gefallen und ihnen reichlich Diskussionsstoff gegeben.

Weitere Informationen findet man auf www.FairFuture.net

text: Rahel Freudewald