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Artikel Stadtanzeiger vom 19.10.2017



Projektwoche in der Gesamtschule: Lernen einmal anders

Heiligenhaus

Kreativ, an Computertechnik interessiert, sportlich, neugierig und mehr - so zeigten sich die Schüler des Jahrgangs 8 bei der Projektwoche der Städtischen Gesamtschule Heiligenhaus. Statt Mathematik, Englisch, Deutsch und Co. nach Lehrplan rückten Themen wie "Kunst und Umwelt", "Lego Mindstorm", "Bewegung und Ernährung - Fit for life" oder "Videoerstellung" in den Fokus. Eines änderte das allerdings nicht: Fleiß war gefordert und Neues wurde dazu gelernt.

So unter anderem auch beim Web-Team, das sich intensiver mit der Homepage der Schule befasste. Interessante Artikel über Klassenausflüge mit ansprechenden Bildern einarbeiten und so aufbauen, dass der Besucher der Seite sich gerne auch weitere Artikel anschaut - gar nicht so leicht. Bilder müssen bearbeitet und Texte interessant geschrieben werden. "Die Schüler sind mit viel Spaß bei der Sache und ich denke, wir werden nach der Projektwoche mit dieser Arbeit fortfahren und eine entsprechende Web-AG anbieten", so Lehrer Marc Dudzik.

Kurz-Videos sollen beim Lernen helfen

Der sichere Umgang mit einem Tablet, das war bei den Jungen und Mädchen erforderlich, die kurze Lern-Videos drehten. Fakten über Martin Luther oder das Lösen einer komplexen Mathematik-Aufgabe werden in den kurzen Beiträgen in höchsten drei Minuten mit Bildern und Erläuterungen erklärt. "Bisher kannten die Schüler es nur, einen Vortrag vor ihren Mitschülern zu halten. Bei so einer Präsentation ist man flexibler, bei den Videos müssen alle Fakten allerdings kurz, strukturiert und gut verständlich wiedergegeben werden", sagt Christian Huning. Dem Lehrer ist es wichtig, dass alles, was im Rahmen der Projektwoche erarbeitet wurde, auch anschließend zur Anwendung kommt. Ein doppelter Gewinn also: Das Erstellen der Videos machte den Schülern Spaß und die Ergebnisse helfen anderen Klassen später - entweder beim gemeinsamen Lernen oder aber beim Aufholen von verpassten Unterrichtsinhalten.

Referendarin Johanna Kubitza, die sonst Mathematik und Pädagogik unterrichtet, sorgte während der Projektwoche dafür, dass die Schüler ins Schwitzen kommen. Bei Aerobic oder einer Rückenschule brachte sie den Jungen und Mädchen näher, wie wichtig es ist, auf einen gesunden Körper zu achten. Welche Übung spricht welchen Muskel an? Warum ist eine korrekte Ausübung so wichtig? Wie kann ich an meiner Haltung arbeiten? Darum drehten sich die Sporteinheiten. Auch das Thema Ernährung spielte eine Rolle. "Wir haben unser eigenes Müsli gemischt und uns mit den Inhaltsstoffen befasst", so Lehrerin Beate Meiers. Gesunde Wraps landeten ebenfalls auf dem Teller.

Ein Kunstwerk aus Müll     

Die Verschmutzung der Meere ist ein Thema, das in den Biologieunterricht gehört. Eigentlich, denn bei der Projektwoche der Gesamtschule Heiligenhaus wurde ein Kunstwerk erschaffen, das diese Problematik veranschaulicht. Plastikmüll und Verpackungsmaterialien in einem großen Netz, drapiert vor einem großen Plakat, das Meerestiere und Pflanzen zeigt - der Appell "Achtet auf eure Umwelt" wird damit mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht.

"Berufsorientierung" für Schüler der Klasse 9

Das Thema "Berufsorientierung" stand bei der Jahrgangsstufe 9 im Mittelpunkt. Während der gesamten Woche beschäftigten sich die Schüler mit ihren Zukunftsperspektiven, lernten bei einem Workshop der Wirtschaftsjunioren Niederberg, welche Dos und Don'ts im Rahmen einer Bewerbung und eines Vorstellungsgespräches beachtet werden sollten, und waren bei Betrieb-Besichtigungen, die sie unter anderem zum Finanzamt in Velbert, ins Helios Klinikum Niederberg, in die Firma Kiekert und zum Flughafen führten. "Einige Schüler absolvierten darüber hinaus einen freiwilligen Praktikumstag", erläutert Lehrerin Fabienne Bothmann. "Ob im Betrieb der Eltern, bei Kitas, Altenheimen, im Nagelstudio oder beim Friseur - die Schüler kümmerten sich selbstständig darum."
Handwerkliche Projekte, in denen es praktisch zuging, ein Workshop, der sich mit gestalterischen Berufen befasste, sowie ein Treffen mit den Ausbildungsbotschaftern der IHK zählen ebenso zum Programm der Neuntklässler. Nicht zu vergessen: Ein Einstellungstest und ein Moderationstraining. "Wir wollten den Schülern damit zeigen, was auf sie zukommen könnte, wenn es mit den Bewerbungen um Ausbildungsplätze und den entsprechenden Vorstellungsgesprächen losgeht", so Bothmann.

Beitrag von Maren Menke 

 

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