Artikel in der RP vom 04.12.2020

Heiligenhaus „Gute gesunde Schule“ heißt die Auszeichnung, vergeben von der Unfallkasse NRW. Schulministerin Gebauer gratuliert per Videobotschaft zum Erfolg. Die Heiligenhauser ist die einzige so preisgekrönte Gesamtschule im Regierungsbezirk.

Von Henry Kreilmann

Zum zwölften Mal hat die Unfallkasse NRW den Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ verliehen: Von 241 Schulen, die sich für den Preis in diesem Jahr beworben haben, wurden nun 43 ausgezeichnet - eine davon ist die Heiligenhauser Gesamtschule. „Wir haben uns zum dritten Mal beworben, jetzt hat es endlich geklappt“, freut sich Rektorin Carmen Tiemann.

Die Heiligenhauser Gesamtschule ist damit die einzige ausgezeichnete Gesamtschule von insgesamt neun ausgezeichneten Schulen im Regierungsbezirk Düsseldorf. Im Kreis Mettmann erhielt auch das Berufskolleg Neandertal in Mettmann die Auszeichnung.

INFO

Aufwendiges Verfahren wurde durchlaufen

Das Verfahren In einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren müssen sich die Schulen für die Auszeichnung qualifizieren. Ein Qualitätsmerkmal bei der Bewertung ist die Gestaltung der Arbeitsplätze, der Arbeitsbedingungen oder des Schulgeländes.

Zu der Auszeichnung erhält die Heiligenhauser Schule ein Preisgeld von 14.140 Euro aus einem Topf von insgesamt 500.000 Euro. Wo das Geld genau hinfließen wird ist derzeit noch nicht klar. Ideen gibt es zahlreiche, zum Beispiel Fortbildung zu Entspannungstechniken, denn auch das gehöre zum gesunden Lernen. „Zwischenzeitlich dachten wir auch daran, es in Luftreiniger zu investieren. Die hat nun schon der Förderverein zur Verfügung gestellt. Von dort wurde auch Unterstützung für die Umsetzung unsere Sanitätscontainers zugesagt“, sagt die Rektorin und kündigt an, die ganze Schule bei der Verwendung der Gelder einbinden zu wollen. Gesundes Lernen, das sei nämlich auch die Aufgabe aller Schulangehörigen und deswegen an der Hülsbecker Straße ohnehin „schon lange gelebte Praxis“, sagt Tiemann. Mit dem Preis würde man nun Früchte eines langen Prozesses ernten, der die Bildung und Gesundheit in den Fokus setzt. In einem mehrstufigen Verfahren konnte die Schule überzeugen. Dazu gehören zum Beispiel jüngst geschaffene Sitzgruppen und unter anderem auch die Mensa, in der frisch gekocht wird und in der das Angebot durch eine Salat- und eine Nudelbar (derzeit allerdings coronabedingt geschlossen) ergänzt wird. Die Auszeichnung zeige nun, dass die Schule auf einem „sehr guten Weg“ sei. „Unsere Schule erfüllt 95 Prozent der Kriterien.“ Besonders herausgestellt habe die Jury, so Tiemann, die Schule als Ort mit Wohlfühlcharakter und den hohen Grad des Gemeinschaftsgefühls.