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Artikel WAZ vom 29.06.2018



HEILIGENHAUS.   Sechs Schüler und zwei Lehrkräfte aus der englischen Partnerstadt Basildon sind zu Besuch. Viele Unternehmungen und Empfang beim Bürgermeister.

Bis zum heutigen Freitag sind englische Schüler an der Gesamtschule zu Gast: Die jungen Leute der Woodland School in der Heiligenhauser Partnerstadt Basildon durften vier vollgepackte Tage mit tollem Programm erleben. Ziel sei es, die Schulpartnerschaft zu stärken sowie Freundschaft und Austausch zu ermöglichen, teilte die Stadt mit.

Für die englischen Schüler gab es auch eine Menge zu sehen. Nach der Anreise am Montag folgte Dienstag zuerst ein gemütliches Beisammensein. Die Schüler verbrachten den Tag mit einer Tour durch Heiligenhaus und trafen sich alle zum gemeinsamen Volleyballspiel im Schwimmbad. „Ich glaube, auch wenn das Wetter nicht so toll war, hat es den Schülern gefallen.“, schätzt Lehrerin Bettina Helmich den Tag ein und erntet von allen Zustimmung. „Am Mittwoch sind wir dann nach Düsseldorf gefahren, haben die Altstadt angeguckt, eine Bootstour gemacht und sind dann noch auf den Fernsehturm gefahren.“, erzählt Helmich weiter.

Unterschiede zwischen den Schulen werden deutlich

Hier werden schon die ersten Unterschiede zwischen Deutschland und England deutlich. „Bei uns gehen die Schüler dann alleine shoppen und fahren selbstständig nach Hause. Das ist alles ein wenig einfacher als in England, da werden die Kinder viel mehr geführt.“, erklärt sie. Die englische Kollegin Kathryn Bethell ergänzt: „Wir müssen immer nachzählen, ob alle da sind.“

Die Deutschlehrerin aus Basildon schildert auch, warum nur sechs Schüler den Weg nach Heiligenhaus gefunden haben: „Bei uns findet gerade eine große Show statt, in der die Schüler involviert sind, das ist sehr schade. Trotzdem freuen wir uns alle sehr, hier zu sein.“

Auch der Brexit ist für die jungen Leute ein Thema

Im September 2017 waren schon 15 deutsche Schüler mit der verantwortlichen Lehrerin Bettina Helmich in England unterwegs und haben sich Basildon, London und South End angesehen. Besonders beeindruckt hat sie dabei die sehr sportorientierte Schule, an der alle eine Schuluniform tragen müssen. Während des Aufenthalts der Briten beschäftigen sich die Schüler weiter intensiv mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Länder und Schulen.

Auch am letzten Tag sitzen die Schüler noch einmal in ihrem extra bereitgestellten Raum zusammen und sprechen über die Unterschiede sowie über den Brexit. „Gerade die deutschen Schüler wussten erstaunlich wenig über den Brexit“, sagt Helmich – und gerade deswegen sei es so wichtig, sich damit zu beschäftigen. Selma, Tim und ihre englischen Mitschüler Billy und Luke kommen zu dem Ergebnis: „Wir halten nicht viel davon. Danach wird es total teuer und kompliziert, sich gegenseitig zu besuchen.“

Schüler wollen sich auf jeden Fall nochmal besuchen

Nochmal nach England fahren würden sie auf jeden Fall, da sind sich alle einig. „Ich hab noch Kontakt nach Basildon, und London war auch ganz toll.“, sagt Lara (15), die mit Siba an einem Bericht für die Schulhomepage arbeitet. Auch Billy und Luke finden: „Das Gefühl in Deutschland ist ganz anders, aber es ist ein freundliches Land. Wir würden auf jeden Fall wiederkommen.“

Bevor es für die Austauschschüler nach Hause geht, werden sie noch vom Bürgermeister im Rathaus begrüßt. Ein Highlight, wie Bettina Helmich findet: „Das gibt dem ganzen Projekt Ernsthaftigkeit und zeigt, dass wirklich alle dahinter stehen.“ Auch für das kommende Jahr ist wieder ein Austausch in Planung.

<<<SCHULEN WOLLEN PARTNER WERDEN

 

  • Heute fliegen die sechs Schüler und zwei Lehrer wieder zurück nach Basildon. Die Schulpartnerschaft zwischen der Woodland School und der Gesamtschule soll gestärkt werden.
  • Im Februar hatten bereits 14 Gesamtschüler die Schule in Basildon besucht. Die Freundschaft zwischen den Schulen soll nun ausgebaut werden.

 


Schüler aus Basildon beim Bürgermeister










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