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Artikel WAZ vom 18.09.2018



Heiligenhaus.   Fünftklässler haben mit ihren Lehrern ein neues Projekt gestartet. Dabei lernen sie bis in den Sommer hinein ihre Umwelt ganz natürlich kennen.

Kurz vor den nächsten Sommerferien wird das Waldprojekt enden, das die Fünftklässler der Gesamtschule jetzt mit ihren Lehrern und Stadtförster Hannes Johannsen gestartet haben. Bis dahin werden sie in Kleingruppen Themen rund um den Wald und die Natur bearbeiten und am Ende die gesammelten Ergebnisse vorstellen. „Das Projekt endet mit einer Waldmesse“, sagt Johannsen, „bei der die Schüler gleichzeitig Besucher und Aussteller sind.“ Denn womit sich die anderen Gruppen beschäftigt haben, das wissen die Fünftklässler nicht.

Viel eigenständiges Arbeiten

Eingeteilt ist bereits die 5a: „Wir sollen in jeder Jahreszeit ein Foto vom gleichen Baum machen“, erklärt Pia, was auf sie und ihre Gruppe wartet. Dazu haben sie direkt einen passenden Baum ausgewählt und einen Holzstab in der richtigen Entfernung vom Fotomotiv in den Boden gehämmert. Exakt von hier werden nun alle Aufnahmen gemacht. „Die vier Rahmen, die wir bekommen haben, werden wir dann auch noch schön anmalen und die entsprechenden Jahreszeiten darauf schreiben.“ Die ersten Bilder hat die Gruppe also jetzt bereits im Kasten.

Klassenlehrerin Kathrin Oligmüller findet es wichtig, „dass der Funke erst einmal überspringt. Denn die Schüler müssen viel eigenständig arbeiten und sich untereinander organisieren.“ Zwar werde auch im Biologieunterricht Zeit für das Projekt genutzt und Material zur Verfügung gestellt, aber viel Verantwortung liege bei den Schülern.

Mäuseburg soll Füchse anlocken

Tatkräftig zupacken müssen denn auch gleich die Jungs, deren Aufgabe der Bau einer Mäuseburg ist. Hier wird Draht ausgerollt und abgemessen. Dabei kommen dann auch die Mathefans zum Zuge, denn dort werden Holzlatten zusammengehämmert. Am Ende wird der Bau mit Heu gefüllt. „Die Mäuse nisten sich im Heu ein. Dann kommt der Fuchs und will zu ihnen hinein“, fasst Moritz den geplanten Ablauf zusammen. Und der Fuchs wiederum kann dann geschossen werden – wenn auch natürlich nicht von den Schülern und keinesfalls aus Spaß. „Das Thema ist die Regulation“, erklärt Johannsen. „Zur Zeit gibt es fünfmal mehr Füchse als vor 30 Jahren. Und diese Überpopulation stellt eine Gefahr für viele andere Tiere dar.“

Die Mitschüler der Baumfotografen und Burgenbauer sind währenddessen unterwegs, zum Äpfelpflücken und auf der Suche nach ihren Aufgaben für das kommende Schuljahr.

VIELE FORMEN FÜR DIE ERGEBNISPRÄSENTATION