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Fastenbrechen 2013

Gemeinsames Fastenbrechen in der Gesamtschule

Wichtiges Zeichen zum gegenseitigen Verstehen der Religionen


Am 17. Juli hatte die Tür­kisch-Is­la­mi­sche Ge­mein­de Hei­li­gen­haus El­tern, Schü­ler und Leh­rer zu ei­nem abend­li­chen Fasten­bre­chen in der Ra­ma­dan­zeit ein­ge­la­den.

Gegen 21 Uhr wur­den wir von Herrn Ak­tas und wei­te­ren Mit­glie­dern der Ge­mein­de in der Men­sa der Ge­samt­schu­le be­grüßt. Herr Ak­tas stell­te uns auch den Imam Si­nan Gü­ler, den Vor­ste­her der Ge­mein­de, vor.

Der Imam erklär­te uns, wel­che Be­deu­tung der Ra­ma­dan für die Mus­li­me hat. Der Ra­ma­dan ist der Fasten­mo­nat im Is­lam. In die­sem Jahr be­ginnt er am 9. Ju­li und en­det am 7. Au­gust. Für die Mus­li­me der gan­zen Welt ei­ne be­son­de­re Zeit. Von der Mor­gen­däm­me­rung bis zum Son­nen­un­ter­gang ver­zich­ten sie auf Nah­rung und Ge­trän­ke. Das Fasten hat vie­le Be­deu­tun­gen. Vor al­lem ist es ei­ne spi­ri­tu­el­le Rei­ni­gung, ei­ne in­ne­re Ein­kehr. Man denkt an die Men­schen, die nicht ge­nug zu es­sen und zu trin­ken ha­ben.

Danach eröffnete Herr Gü­ler das abend­li­che Fasten­bre­chen mit ei­nem Ge­bet. An­schließend ha­ben wir als erstes ei­ne Dat­tel ge­ges­sen. Wir durf­ten Was­ser oder Ay­ran, ein Ge­tränk aus Was­ser, Jog­hurt und Salz trin­ken. Dazu gab es Was­ser­me­lo­ne, Brot und ein sehr lecke­res war­mes Ge­richt aus Reis, Hühn­chen und Soße. Das Es­sen wur­de von der Mos­chee zur Ver­fü­gung ge­stellt.

Wir konnten vor und wäh­rend des Es­sens vie­le Fra­gen stel­len. Die Mit­glie­der der Tür­kisch-Is­la­mi­schen Ge­mein­de Hei­li­gen­haus und die El­tern und Mit­schü­ler ha­ben sich für un­se­re Fra­gen viel Zeit ge­nom­men.

So haben wir er­fah­ren, dass das Fasten zu den Haupt­pflich­ten der Mus­li­me ge­hört. Da­von aus­ge­nom­men sind Kin­der bis 14 Jah­re, Al­te und schwer Ar­bei­ten­de. Kran­ke und schwan­ge­re Frau­en dür­fen eben­falls nicht fasten.

Das Ende des Rama­dans wird mit dem Zucker­fest ge­feiert. Das Fest dau­ert drei Ta­ge und be­ginnt hier am 8. Au­gust 2013. Zum Ra­ma­dan­fest ge­hen die Mus­li­me mor­gens früh zum Fest­got­tes­dienst in die Mo­schee und da­nach be­su­chen und be­schen­ken sich die Fa­mi­li­en und Ver­wand­ten. Ge­wöhn­lich eh­ren die Jün­ge­ren die Äl­te­ren mit ihrem Be­such.

Es war ein sehr schö­ner und in­ter­es­san­ter Abend. Vie­len Dank für die Ein­la­dung.

text&photos: Munja Meier, Klasse 7a, Fotos: Yurdagül Bayin; 07-13