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Besuch des jüdischen Friedhofs in Neviges

Klasse 10b besucht jüdischen Friedhof in Neviges

Demokratie und Freiheit vs. NS-Ideologie als Thema im 10. Jahrgang


Die Aus­ein­an­der­set­zung mit Frei­heit und De­mo­kra­tie ei­ner­seits so­wie mit der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideo­lo­gie an­de­rer­seits ist klas­sen­über­grei­fend The­ma im 10. Jahr­gang. Hieran ha­ben die Fä­cher Deutsch, Ge­sell­schafts­leh­re, Re­li­gion und Kunst be­son­de­ren An­teil. Aus die­sem Grund be­such­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­se 10b am 27. No­vem­ber den jü­di­schen Fried­hof in Vel­bert Ne­vi­ges.

Der Fried­hof am Kuh­len­dahl liegt weit außer­halb der Ort­schaft selbst und ist von der Haupt­straße nur durch ei­nen et­wa halb­stün­di­gen Fuß­marsch auf un­be­fes­tig­ten We­gen zu er­rei­chen, fast so, als müs­se er sich für sei­ne Exis­tenz ent­schul­di­gen. Er wur­de 1791 an­ge­legt. Die letz­te Be­er­di­gung fand hier im Jahr 1929 statt. Auch ei­ni­ge El­ber­fel­der Ju­den wur­den hier be­gra­ben. 23 Grab­stei­ne sind heu­te noch, teil­wei­se in ei­nem gu­ten Zu­stand, er­hal­ten.

Nach der Be­sich­ti­gung des Fried­hofs hat­ten die Schü­lerin­nen und Schü­ler Ge­le­gen­heit, ihre Ein­drücke zu schil­dern. Ent­spre­chend der La­ge des Fried­hofs er­kann­ten sie, dass Ju­den in Deutsch­land auch schon vor der Zeit des Drit­ten Reichs ein Le­ben am Ran­de der Ge­sell­schaft füh­ren mussten.

Themati­siert wur­de auch die Ent­deckung zwei­er Grab­plat­ten eines Mas­sen­grabs für et­wa vier­zig Men­schen rus­sisch-or­tho­do­xen Glau­bens aus den Jah­ren 1942 bis 1943. Hier­bei han­delt es sich of­fen­bar um rus­si­sche Zwangs­ar­bei­ter, die ent­we­der an Aus­zeh­rung star­ben oder bei den Luft­an­grif­fen der Alli­ier­ten auf Fa­bri­ken, denn der Zu­gang zu Bun­kern war ih­nen ver­wehrt, ebenso wie, obwohl ebenfalls Christen, die Be­stat­tung auf ei­nem Fried­hof der bei­den großen christ­li­chen Glau­bens­ge­mein­schaf­ten.

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