Artikel in der RP vom 11.05.2020

VON HEN­RY KREIL­MANN

 

HEI­LI­GEN­HAUS | (sa­de) Das Ge­rüst steht be­reits, und da­mit wird nun auch die Ge­samt­schu­le ei­ne Pho­to­vol­ta­ik-An­la­ge auf ihr Dach be­kom­men. Pho­to­vol­ta­ik ist die di­rek­te Um­wand­lung von Son­nen­en­er­gie in elek­tri­sche En­er­gie mit­tels So­lar­zel­len.  So kann die Schu­le ei­nen Teil ih­res Strom­ver­brau­ches selbst pro­du­zie­ren und CO2 ein­spa­ren.

Im Be­mü­hen um Kli­ma­schutz­maß­nah­men setzt die Hei­li­gen­hau­ser Stadt­ver­wal­tung in Zu­sam­men­ar­beit mit der Hei­li­gen­hau­ser Stadt­wer­ken auf den ver­stärk­ten Ein­satz sol­cher Maß­nah­men. Die wei­ter­füh­ren­de Schu­le an der Hüls­be­cker Stra­ße ist da­mit das drit­te städ­ti­sche Ge­bäu­de mit groß­flä­chi­gem Dach, das ei­ne sol­che An­la­ge er­hält. Seit 2008 wird be­reits auf dem Dach des Rat­haus-Neu­baus Strom durch Pho­to­vol­ta­ik ge­won­nen. Auch die Re­al­schu­le an der Feld­stra­ße pro­du­ziert be­reits seit 2009 ei­nen Teil ih­res Ver­brauchs auf dem ei­ge­nen Dach selbst.

Im März 2020 wur­de die­se Maß­nah­me durch den Ein­bau ei­nes Block­heiz­kraft­wer­kes er­gänzt, das ei­ne ver­al­te­te An­la­ge er­setzt. Da­mit wird nun durch das Prin­zip der Kraft-Wär­me-Kopp­lung En­er­gie und Heiz­wär­me di­rekt im Haus pro­du­ziert. Ei­ne wei­te­re Pho­to­vol­ta­ik-An­la­ge ist zu­dem für das Dach des Im­ma­nu­el-Kant-Gym­na­si­ums ge­plant, be­vor das aber in­stal­liert wer­den kann, müs­sen Sa­nie­rungs­ar­bei­ten aus­ge­führt wer­den. Au­ßer­dem sol­len das Dach des Oberil­per Stadt­teil- und Fa­mi­li­en­zen­trums, so­wie der Pa­vil­lon der Stadt­wer­ke auf dem Rat­haus­platz ei­ne sol­che An­la­ge er­hal­ten. Letz­te­rer soll zu­dem ei­nen Dach­be­grü­nungs­rand er­hal­ten.

Wie ef­fek­tiv ei­ne sol­che An­la­ge sein kann, zeig­te sich an der Re­al­schu­le: Durch das be­treu­en­de In­ge­nieur­bü­ro wa­ren im Vor­feld ein zu er­war­ten­der En­er­gie­er­trag von rund 17.500 Ki­lo­watt­stun­den (Mo­nats­durch­schnitt: 1.460 kWh) jähr­lich er­rech­net wor­den, nach rund 15 Mo­na­ten konn­te man be­reits auf ei­ne tat­säch­lich pro­du­zier­te Men­ge von 28.000 kWh mit ei­nem mo­nat­li­chen Durch­schnitts­wert von 1.860 kWh zu­rück­bli­cken.

Zum Ver­gleich: Der durch­schnitt­li­che Strom­ver­brauch ei­ner drei­köp­fi­gen Fa­mi­lie be­trägt in et­wa 3.600 kWh pro Jahr.