12. Tag der Naturwissenschaft bietet spannende Einblicke

Junge Forscher der Gesamtschule Heiligenhaus beeindrucken mit kreativen Experimenten

Verena Sarnoch

Heiligenhaus Stolze 58 Projekte, 154 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eine Themenvielfalt, die von Masernvirus über Elefantenzahnpasta bis zur Nukleation bei Cola light reichte – der 12. Tag der Naturwissenschaften an der Gesamtschule Heiligenhaus zeigte wieder einmal eindrucksvoll, wieviel Spaß Chemie, Physik und Biologie machen können.

Es braucht etliche Räume auf mehreren Etagen, um alle teilnehmenden Teams zu platzieren, wer sämtliche Experimente begutachten möchte, muss Zeit mitbringen. Gewiss ist dann aber auch ein Zuwachs an Wissen und ein ganz neuer Blick auf Themen, die man bisher vielleicht nicht auf dem Schirm hatte.

Den neugierigen Besucher überkommt ein leichtes Gruseln, wenn er einen Blick auf das Projekt von Soraya Daali und Mina Ates aus der 9c wirft. Mehrere Tage haben die Mädchen zwei Speiseröhren modelliert und angemalt – eine gesunde, eine von Säure angegriffen. Um die Auswirkungen von „Ess-Störungen – Binge Eating und Bulimie“ geht es in ihrem Projekt, ergänzend haben sie Experimente durchgeführt: „Unter anderem mit Eierschalen, die sind ja wie Zahnschmelz eine harte Schutzschicht. Und beides wird von Säure extrem angegriffen“. Für genau dieses Thema haben sich Mina und Soraya entschieden, „weil Ess-Störungen ein wichtiges Thema sind, das aber immer noch nicht von allen ernst genommen wird.“ Fakten zum Thema haben sie zusätzlich auf einem Plakat übersichtlich dargestellt.

Ein etwas leichteres Thema haben Estelle, Stella und Julia aus der 7a und 7d ausgewählt. Bei ihnen geht es um „Das Geheimnis hinter Seifenblasen“ – die drei Mädchen haben durch Experimente herausgefunden, „wie man die größten Seifenblasen mit der längsten Haltbarkeit und der stabilsten Form bekommt“. Und welche Zusammensetzung hat gewonnen? „Wasser, Spülmittel und Glycerin“, erzählen die drei, die allen Besucherinnen und Besuchern an ihrem Stand auch die Möglichkeit geben, alle drei Varianten aus ihrem Experiment auszuprobieren. Übrigens: auch Wasser und Spülmittel beziehungsweise Wasser, Spülmittel und Zucker liefern durchaus ansehnliche Ergebnisse.

Hannah und Aaron aus der EF brauchen für ihr Experiment Dunkelheit. Um Bioluminiszenz geht es hier, also um die Fähigkeit von Tieren oder Pflanzen, durch chemische Reaktionen selbst Licht zu erzeugen. „Wir simulieren hier das Leuchten, das zum Beispiel bei Tieren als Warnfärbung oder zur Verteidigung genutzt wird“, erklären die beiden, die sich auch mit dem Nutzen von Bioluminiszenz im Bereich der Umwelttechnologie und bei der Landschaftsgestaltung beschäftigt haben. Die Jury, die sich alle Projekte ansieht und erklären lässt, hat es bei soviel Engagement und Forschergeist nicht leicht – am Ende des Vormittags stehen die Gewinner aber dann doch fest.

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