
Gesamtschüler haben sich intensiv mit dem südafrikanischen Ausnahmekünstler William Kentridge auseinandergesetzt.
Heiligenhaus Wenn der Kunst-Leistungskurs der Gesamtschule Heiligenhaus zur Vernissage lädt, erwartet die Besucher eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen unserer Zeit. Unter dem Leitmotiv „Der rote Faden verbindet...“ präsentieren die angehenden Abiturienten die Ergebnisse eines intensiv-kreativen Schuljahres auf dem Gelände der Spedition Weiss an der Humboldtstraße 1-3.
Ein halbes Jahr lang haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem südafrikanischen Ausnahmekünstler William Kentridge auseinandergesetzt. Inspiriert von seiner charakteristischen „Lebenslinie“ zieht sich ein roter Faden sowohl visuell als auch konzeptionell durch die gesamte Ausstellung.
In den von der Spedition Weiss zur Verfügung gestellten Frachtcontainern verschmelzen unterschiedlichste Medien zu einem Gesamtkunstwerk: Aufwendig produzierte Stop-Motion-Filme und ausdrucksstarke Plastiken beleuchten hochrelevante gesellschaftliche Themen. Die Jugendlichen setzen sich schonungslos und sensibel zugleich mit Krisen und Realitäten auseinander, die sie in ihrer Umwelt wahrnehmen – von Depressionen und mentaler Gesundheit über Krieg und dessen zerstörerische Kraft sowie Frauenrechte und Gleichberechtigung bis hin zu menschlichen Beziehungen und Isolation.
„Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Kunst als Spiegel, um sich mit ihrer eigenen Identität und ihrer wahrgenommenen Wirklichkeit auseinanderzusetzen und diese in ihren Installationen neu zu konstruieren“, heißt es in der Ankündigung. Die Werke sollen eine Einladung an die Betrachter sein, innezuhalten und die eigene Umwelt zu hinterfragen.
Dass ein solch ambitioniertes Projekt überhaupt realisiert werden kann, verdankt der Fachbereich Kunst der langjährigen Kooperation mit der Spedition Weiss. Auf dem Firmengelände wurden bereits in der Vergangenheit erfolgreich Kunstausstellungen und Projekte umgesetzt. Auch diesmal bietet das Unternehmen den Schülerinnen und Schülern abseits des normalen Schulalltags den Raum und die logistischen Möglichkeiten, um ihre Gedanken und künstlerischen Visionen einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen.
Weil die Container danach wieder „normal“ genutzt werden, ist die Ausstellung ausschließlich am Samstag, 11. Juli, von 10 bis 13 Uhr an der Humboldtstraße 1-3 zu sehen. Da es sich um ein Firmengelände handelt, wird um besondere Vorsicht gebeten. Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt dort unterwegs sein.
